Irgendwo zwischen John Irvings “Hotel New Hampshire” und “Garp - und wie er die Welt sah” würde ich J. R. Moehringers Tenderbar ansiedeln. Ich bin inzwischen gut bei der Hälfte und das Buch ist einfach wunderbar. Moehringer erzählt wohl die Geschichte seiner eigenen Jugend. Seiner Suche nach einer Vater-Figur, wie er die Werte der Gesellschaft lernt und eben einer wunderbaren Bar. Ich glaube ich hätte das Buch auf Englisch lesen sollen, dann klingt es wohl eher wie ein langer Sinatra-Song. Alkohl, Weibergeschichten und immer ein bisschen weise. Natürlich bschafft es das Buch diese Stimmung auch auf Deutsch zu transportieren, aber ich glaube eben in seiner Muttersprache ist das Buch noch besser. Auf jeden Fall ein echter Lesetipp. Und Moehringer ist Schuld daran, dass ich jetzt dann “Schnee am Kilimandscharo” lesen muss.
Alternativen: Ein paar John Irving Bücher und vielleicht Stephen Frys “Der Lügner”
Meine Damen und Herren, ich weiß noch nicht genau, ob ich Euch dieses Buch wirklich ans Herz legen kann. Im Moment habe ich erst ein Drittel des Erstlingswerkes gelesen. Noch bin ich unentschlossen, aber was mich schon jetzt begeistert ist die bizarre Sprachgewalt und der Humor des Autors.
An manchen Stellen bin ich quasi allein von der Sprache so fasziniert, dass ich das Buch super finde. An anderen Stellen wiederum muss ich laut gackern. Super Buch also, wäre da nicht ein kleines Manko: Die Geschichte selbst hat mich noch nicht gepackt. Aber wir werden sehen. Das könnte ja noch kommen.
Jemand Lust sich an dem Experiment des quasi Live-Lesens zu beteiligen? Ich bin ja quasi erst bei einem Drittel. Das könnt ihr noch locker aufholen.
Ebenfalls von Stephen Fry gelesen und für gut befunden: “Geschichte machen”
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Nur so am Rande bemerkt: Robinson Crusoe heißt in der Abenteuer-Geschichte von Daniel Defoe eigentlich Robert Kreutznaer und sein Vater wurde in Bremen geboren. In Wirklichkeit hieß Robinson Crusoe aber Alexander Selkirk. Klingt komisch, ist aber so.
Denn die Geschichte von Robinson Crusoe soll sich so ähnlich tatsächlich zugetragen haben. Erlebt hat das ganze nur nicht Robinson sondern eben der Herr Selkirk. Der war Pirat und wurde von seinem Caption 1704 nach einem Streit auf einer Insel ausgesetzt. Selkirk blieb vier Jahre und vier Monate auf der Insel, bis er gerettet wurde. Seine Geschichte wurde dann von Richard Steele in seiner Zeitschrift „The Englishman“ 1713 veröffentlicht . Durch diesen Text ließ sich Daniel Defoe vermutlich zu seinem Roman Robinson Crusoe anregen.
Übrigens das der feine Herr Crusoe auf seiner ersten Fahrt eigentlich von Piraten gefangen genommen wurde, die ihn anschließend versklavten, steht in kaum einer Version, die man heute kauft. Das der Sklave, dann mit einem anderen Sklaven flieht und diesen dann verkauft, um seine Überfahrt nach Brasilien zu bezahlen, wird auch nicht oft erwähnt. In Brasilien angekommen macht Kreutznaer dann einen auf Plantagen-Besitzer. Ein paar Jahre später macht er sich auf um für seine kleine Plantage in Afrika ein paar Sklaven zu fangen. Erst auf dieser Fahrt erleidet er den Schiffbruch, der ihn auf seine einsame Insel verschlägt.
Eigentlich war er ja ein Arschloch, der Robinson Crusoe…das Buch ist trotzdem ein nettes Weihnachtsgeschenk.
So ihr Lieben, heute möchte ich euch mal wieder einen Klassiker ans Herz legen. Das Buch “Der Seewolf” erschien erstmals im Jahre 1904 und wurde von Jack London verfasst. Die Version, die ich gelesen habe, stand schon lange bei meinem Vater im Bücherregal. Und mindestens genauso lange hatte ich mir vorgenommen sie zu lesen. Leider, oder vielleicht sogar zum Glück, hat das erst jetzt geklappt.
Wann ist ein Mann ein Mann
Denn hätte ich das Buch mit 17 oder 18 gelesen, hätte ich es sicherlich weit weniger zu schätzen gewusst. Continue Reading “Der Seewolf” »
So ihr lieben, es ist wieder soweit. Die neuen Amazon Top-20 sind wieder da.
1. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Band 7) Rowling, Joanne K.
So, es ist mal wieder soweit. Die feine Frau Rowling wird mit ihrem doofen Harry Potter wieder auf Monate die Charts belegen. Ich sag es noch mal. Harry Potter ist doof. Ich wette allerdings, dass es jetzt dann bald ein Buch mit dem Titel “Generation Harry Potter” geben wird.
2. Tintentod (Band 3 zu Tintenherz) Funke, Cornelia
Titentod habe ich natürlich noch nicht gelesen, aber die beiden Vorgänger sind absolut Klasse. Der erste Teil wird übrigens gerade in Hollywood verfilmt. Das findet die Frau Funke auch ganz dufte, denn jetzt wird sie noch mehr Geld mit ihren Geschichten verdienen. Das ja auch nicht ganz schlecht. Und ich gebe es nur ungern zu, aber wahrscheinlich hat sie das dem doofen Potter zu verdanken. Denn eines ist klar, gäbe es diese Geschichte nicht, würde dieses Genre bei weitem nicht so gut von den Verlagen bedient wie jetzt.
3. Für jede Lösung ein Problem. Gier, Kerstin
Hmm, gelesen habe ich es noch nicht, aber es scheint der Monat der Frauen-Bücher gewesen zu sein. Ich bin diesen Büchern, obwohl ich ja ein echter Kerl bin, nicht wirklich abgeneigt, vielleicht lese ich es bei Gelegenheit mal. Auch wenn die Geschichte nicht besonders neu ist, könnte sie ganz witzig sein: Ein Frau will ihrem Leben ein Ende setzten und schreibt deswegen ganz viele Abschiedsbriefe in denen sie den Empfängern mal ganz offen sagt, was sie von ihnen hält. Das Problem an der Sache - leider klappt das mit dem Suizid nicht so gut.
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So, jetzt habe ich also geschafft, mir den Herr Kerkeling zu Gemüte zu führen. Worum es geht, muss ich wahrscheinlich nicht wirklich erklären, aber sollte es einen geben, der noch nichts von dem Buch gehört hat: Der bekannte Komiker Hape Kerkeling ist auf dem Jakobsweg gepilgert und hat darüber ein Buch geschrieben.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht
Was ich an dem Buch wirklich gut fand, ist Kerkelings Humor, der an manchen Stellen richtig fein zur Geltung kommt. Vor allem, wenn Kerkeling in leicht tuckigem Ton, die Pilgerherbergen oder seine Erlebnisse mit manchen Mitpilger beschreibt. Continue Reading “Ich bin dann mal weg…” »
So liebe Leser, ab sofort gibt es hier jeden Monat die Top-20 der verkauften Bücher von Amazon.
1. Für jede Lösung ein Problem. Gier, Kerstin
2. The Secret - Das Geheimnis (Arkana) Byrne, Rhonda
3. Millionär Jaud, Tommy
Wenn der Herr Jaud das Niveau von “Vollidiot” hält, dann könnte das ein recht kurzweiliges Lesevergnügen sein.
4. Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg Kerkeling, Hape
So langsam aber sicher sollte ich das Buch vielleicht doch mal lesen. Wer weiß, vielleicht täte es mir gut.
5. Ohne ein Wort. Barclay, Linwood
6. Todesschwur. James Patterson Gelesen und ganz nett gefunden. Allerdings könnte ich die Geschichte hier jetzt spontan nicht mehr widergeben. Ich sag mal so, als leichter Urlaubs-Krimi sicherlich gut geeignet.
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Das “schöne” an diesem kleinen Betriebsausfall von mir ist, dass ich mich mit Lesen ablenke. Dauerend. Mittlerweile lese ich ein Buch in 2 Tagen. Mein neues Lieblingsbuch ist übrigens “Der Seewolf” von Jack London. Ganz großes Tennis. Absoluter Lesebefehl!
All denen, die auf harte, brutale, bluttriefende und ganz schreckliche Krimis, Thriller oder wie man zu dem Genre auch sonst immer sagen will, stehen, muss ich Tess Gerritsen (Blutmale), Karin Slaughter (Gottlos) und die feine Frau Sabine Thiesler (Der Kindersammler) oder Jilliane Hoffman (Cupido) ans Herz legen. Die Damen haben ganz gehörig einen an der Waffel. Das sind ganz harte Metzgersfrauen. So brutal kann ein Mann nie sein.
Wer’s etwas ruhiger mag, der kann bedenkenlos zum Altmeister Ken Follett greifen. Eisfieber ist ein wunderbarer und handwerklich grundsolider Krimi/Roman. Ach ja, und James Peterson geht auch immer. Die beiden Bücher von dem waren auch nicht ganz schlecht.
Oh Mann, beinahe hätte ich noch eine ganz besondere Perle vergessen: Der Herr Kluftinger ist dank Milchgeld mein neuer Held. Ich musste ein paar Mal ganz laut gackern und der Lokalkolorit hat mir natürlich auch ganz besonders gut gefallen.
So, jetzt weiter mit ausfallen…
Eigentlich benutze ich Amazon ja nur, um dort meinen Wunschzettel auf dem Laufenden zu halten. Kürzlich habe ich mich dann aber doch mal darauf eingelassen, die schöne Rubrik “Ihre Empfehlungen” zu nutzen, und bin so auf “Die Übersetzung” des Argentiniers Pablo De Santis gestoßen.
Worum es geht Continue Reading “Die Übersetzung” »
Die Empfehlung für dieses Buch kam von meiner besten Freundin, und ich vertraue ihrem Geschmack sehr. Zum Glück, denn sonst hätte ich dieses Juwel wohl übersehen, obwohl es mir im Buchladen immer mal wieder vor die Nase gelaufen ist.
Worum es geht
Amir wächst im Kabul der 70er Jahre auf, also zu einem Zeitpunkt, als Afghanistan noch nicht der Schauplatz der “deutschen Selbstverteidigung” ist und noch keine ganzkörperverschleierten Frauen in den Straßen betteln. Er ist der Sohn eines reichen Paschtunen, der herrschenden Ethnie, und sein bester Freund ist sein Diener Hassan. Und auch wenn Amir es mit kindlichen Augen nicht sieht, so ist ihre Freundschaft doch von diesem Gefälle beherrscht. Continue Reading “Drachenläufer” »