Apr 29


Teil 1: Wie alles begann
Teil 2:Die Geschichte nimmt ihren Lauf
Wir fuhren los. Wie immer blieb das Radio aus. “Motor, Straße und Räder machen genug Musik für mich” pflegte Opa immer zu sagen. “Da brauche ich nicht noch das Geplärre aus dem Radio!” Und so lauschte ich während der Fahrt zum Kindergarten verträumt dem Lied der Straße.

Plötzlich kam mir etwas komisch vor. Das leicht säuselnde fröhliche Lied war verstummte. Als ich aus dem Fenster sah, wusste ich warum. Wir fuhren jetzt auf einem Feldweg.

“Hey, so kommen wir aber nicht zum Kindergarten!”, rief ich. “Ich weiß, ich zeig Dir nur schnell was. Dann fahren wir direkt zum Kindergarten” entgegnete Opa. Der Feldweg wurde zu einem Waldweg und endete vor einer kleinen Hütte. Hier war ich noch nie gewesen.

“Wir sind da mein Freund. Lass uns aussteigen. Ich muss Dir was erzählen!” Opa stellte den Motor ab, stieg aus und ging in Richtung Hütte. Ich hüpfte von meinem Sitz und beeilte mich ihm nachzukommen.

“Pass auf, die Stufen sind immer nass und sehr rutschig.” warnte mich Opa. Doch es war schon zu spät. Stürmisch wollte ich die drei Stufen zu der kleinen Veranda hochrennen. Ebenso stürmisch hatte ich mich dabei auf meinen Hintern gesetzt. Opa half mir auf. “Schlimm?”, fragte er. “Klar. Ich bin hingefallen, das tut weh”, was dachte Opa denn? “Na, bis Du heiratest, ist das sicher wieder verheilt.”

Das war sein Standardspurch. In leicht abgewandelter Form passte der auf fast alles. Wenn ich völlig verschmutzt von draußen reinkam und Oma mit mir schimpfte, war “Macht doch nix. Bis er heiratet, ist er sicher wieder sauber!” sein einziger Kommentar. Wenn ich niedergeschlagen von irgendeiner Niederlage berichtete, heiterte er mich mit “Macht doch nix. Bis Du heiratest, hast Du das vergessen!” wieder auf. Auch diesmal funktionierte das.

“Stimmt!” erwiderte ich. Opa half mir die Stufen hoch, und öffnete die Tür zur Hütte. Knarren öffnete sie sich. Ich riskierte einen Blick ins Innere. Durch ein kleines Fenster schnitt sich ein Lichtstahl durchs dunkel und beleuchtete den Inneraum nur spärlich. Im Halbdunkel konnte ich einen großen Tisch erkennen. Er füllte den Raum fast ganz aus. An drei Seiten, quasi rund um den Raum, lief eine Bank an der Wand entlang. Neben der Tür stand ein alter Ofen. Wir traten ein.

Opa setzte sich auf die Bank, rutschte ein Stück und tippte mit der Hand auf den Platz neben sich “komm her, ich hab dir was zu erzählen …”

Fortsetzung folgt.

4 Responses to “Das Geheimnis der Hempelritter”

  1. blue sky sagt:

    Gnaa. Nicht aufhören jetzt.

  2. Malcolm sagt:

    Das war klar! Na toll!!! Und wieder eine Woche warten!

  3. Waldi sagt:

    Will mehr!

  4. [...]
    Eingetragen am
    6.5.2005

    Teil 1: Wie alles begann Teil 2: Die Geschichte nimmt ihren Lauf Teil 3: Der Gegenspieler Konrad bebte vor Aufregung. Er stand kurz [...]

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