Apr 28

Na, wer von Euch kennt das Nasobēm. Laut Wikipedia sind die letzte Spuren vom Nasobem an der mitteldeutschen Schleife gefunden worden (Rippach-Tal, an der A 9). Wahrscheinlich ist es ausgestorben. Und das, obwohl es keine natürlichen Feinde hat. Aber eigentlich ist ja der Morgenstern schuld am Nasobem. Der dichtete mal diese Zeilen:

Das Nasobēm

Auf seinen Nasen schreitet
einher das Nasobēm,

von seinem Kind begleitet.
Es steht noch nicht im Brehm.

Es steht noch nicht im Meyer.
Und auch im Brockhaus nicht.
Es trat aus meiner Leyer
zum ersten Mal ans Licht.

Auf seinen Nasen schreitet
(wie schon gesagt) seitdem,
von seinem Kind begleitet,
einher das Nasobēm.

Das wollten sich die Macher der Lexika natürlich nicht nachsagen lassen. Und darum stand das Nasobem recht schnell da auch drin. Übrigens steht die Steinlaus im Pschyrembel nur, weil die Redakteure sich mal in gemütlicher Runde betrunken haben. So zumindest die Legende. Ob der Kurschatten noch drin steht, finde ich sicher auch noch raus.

Ach ja, wie ich auf das alles gekommen bin. Zufällig. Ich hab heute nämlich gelernt, was ein Nihilartikel ist.

4 Responses to “Gedichte, die die Welt verändern…”

  1. Don Bonn sagt:

    Hervorragend.
    Im Nihilartikel findet sich auch ein Link auf das Serendipity-Prinzip, das zur Entdeckung des Sekundenklebers (Fügung durch Flächenhaftung!) führte!
    Somit ist Morgenstern und sein Nasobēm ein kleines bisschen an der Entstehung des Sekundenklebers beteiligt. Dieser widerum konnte das Kunststoffgehäuse meines Laptops durch gekonnt gesetzte Klebestellen reparieren, was mir im Moment ermöglicht diesen Kommentar zu schreiben. Danke Nasobēm.

  2. Arc sagt:

    die steinlaus ist ein liebevoll gehegtes und geschütztes Individuum in Kennerkreisen! ;-)

  3. Louffi sagt:

    Haaaa, die Steinlaus fiel mir auch sofort ein und ich wollte fragen, ob die auch ein Nihilartikel ist. Hast mir sozusagen das Wort aus der Tastatur genommen, Arc :-)

    Das hier ist übrigens ein ganz tolles Blog, hier komm ich jetzt öfter mal zu Besuch!

  4. ich bin ich sagt:

    ich find das gedicht kann man am annfabg nicht ganz verstehen aber es ist schön auch wenn man es erst einpaarmal durch lesen muss esist auch lusig wenn man es liest genau wie seine geschichte wenn ich sie jetz schreiben würde würde ich noch morgen schreiben auf jeden fall ist sie echt schön freu mich schon

    bye nasobem

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