Jun 15

Je länger ich als Arbeitgeber tätig bin, desto mehr bewahrheiteten sich die Weisheiten von Jakob Formann, dem Held aus dem Buch “Hurra wir leben noch” von Johannes Mario Simmel. Man mag über den Autor jetzt denken was man will, ich für meinen Teil liebe Herr Simmel seit ich “Es muss nicht immer Kaviar sein” zum ersten Mal gelesen habe.

Warum ich das schreibe? Nun, nehmen wir mal an, ich wäre bisher allen meinen Mitarbeitern nach bestem Wissen und Gewissen begegnet. Nehmen wir noch mal weiter an, ich hätte einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin eingestellt, die der Liebe wegen nach Augsburg gezogen wäre. Nehmen wir doch mal weiter an, die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter hätte sich dann, so nach vier Wochen wieder von der neuen Liebe getrennt.
Jetzt denken wir mal weiter nach. Die Dame oder der Herr, wäre also extra aus Hamburg, Bremen oder Berlin nach Augsburg gezogen. Hätte bei mir/uns zufällig einen Job bekommen, und würde sich jetzt wieder trennen und wäre deswegen am Boden zerstört. Zu allem überfluss ist der Mitarbeiter auch noch alleinerziehend.

Ich/wir denke dann natürlich, dass es meine Pfilcht als Arbeitgeber ist, der Dame oder dem Herren zu helfen. Ich tue das ohne groß darüber nachzudenken. Ich gebe der Person einen Kredit, damit die neue Wohung, bei deren Suche ich geholfen habe, auch eingerichtet werden kann. Andere Mitarbeiter helfen in ihrer Freizeit beim UmzugEbe. Freunde des Unternehmens helfen ebenfalls unentgeldlich. Ist doch klar, schließlich hilft man ja gern. Und weil man ja auch die soziale Verantwortung für die Mitarbeiter hat, ermöglicht man Ausnahmen bei der Arbeitszeit damit das Kind auch gut versorgt werden kann.

Das Ende vom Liedes: Die Person beschließt den Job zu kündigen und wieder zurück in die Heimat zu gehen. Eine Entscheidung, die man ja sofort nachvollziehen kann. Man spricht, man zeigt Verständnis, kommt als Arbeitgeber entgegen und löst alles möglichst unbürokratisch. Man kennt sich ja. Und man hat ja geholfen. Wer wird denn da zicken machen und zum Beispiel den Kredit nicht zurück zahlen? Eben. Wie man in den Wald schreit, so hallt es zurück.

So eine Scheiße! Lest “Hurra wir Leben noch”. Aus dem Gedächtnis geschrieben sagt Herr Formann, nachdem alle seine Arbeitnehmer, die er immer vorblich behandelt hat streiken:”Du könntest ihnen goldene Kloschüsseln geben, aber am Ende würden sie auch darüber motzen und sagen, du hast sie nur ausgebeutet!”.

Ich könnte jetzt noch ein zwei andere Geschichten erzählen, die zwar meinem Karmapunktkonto gut getan, dem Bankkonto aber immer geschadetet haben. Und dann könnte ich hoffen, dass sie hier Kommentatoren zu Wort melden, die sagen, dass ich alles richtig gemacht habe. Ob ich das aber wirlich will und ob mir das wirklich hilft, weiß ich noch nicht. Genauso wenig, wie ich weiß, ob ich den Eintrag hier wirklich lange stehen lasse werde…

Feb 27

Mal so unter uns, die SPD macht sich doch so langsam aber sicher wirklich unwählbar. Wenn die Ypsidingsbums in Hessen jetzt tatsächlich mit der Linken koaliert, muss das bei den nächsten Wahlen doch einen Denkzettel geben. Den Koch wird es freuen, und das wiederum finde ich gar nicht gut.

Jan 19

StoiberBürgerkriegsähnliche Zustände in unserem kleinen bayerischen Gottesstaat. Der König ist noch nicht ganz kalt, da tobt schon ein heftiger Kampf um die Thronfolge. Beckstein, dieser protestantische und fränkische Warlord, lässt sich von einigen Zeitungen schon zum Nachfolger küren. Ich wette der Huber, seines Zeichens Anführer der Rebellen aus Niederbayern, besetzt am Montag mit seinen Getreuen einfach die Staatskanzlei und ruft sich selbst zum König aus. Die Berliner-Splittergruppe ruft daraufhin die Vereinten Nationen zu Hilfe. Ich sehe die Blauhelme schon in München stehen, um eine “demokratische” Wahl überhaupt erst möglich zu machen.

Was auch passiert. Ich werde berichten.

Feb 01

Gerade mit großem Interesse das Interview mit Ursula von Leyen im Stern gelesen. Teilweise gebe ich ihr ja recht, aber ich glaube nicht, dass Erziehungsmonate für Väter und erhöhtes Kindergeld für einen Babyboom in Deutschland sorgen werden.

Die Armen in Deutschland bekommen doch genügend Kinder. Es sind doch die Menschen mit Geld und Erfolg, die sich immer häufiger gegen Kinder entscheiden. Erfolgreiche Menschen leisten sich heute lieber ein neues Auto, als ein Kind. Oder machen ein ordentliches Workout im Studio und gehen anschließend schön zum Japaner. Sushi essen statt Windeln wechseln.

Aber eigentlich ist das ja verständlich. Menschen mit dicken Autos ernten in Deutschland Bewunderung. Die mit drei Kindern und dem alten Passat bekommen nur mitleidige Blicke.

Es liegt also nicht am Geld oder an der fehlenden Zeit, dass die Menschen in Deutschland zu wenig Kinder bekommen. Es liegt an der Verschiebung der Werte. Und Werte kann man leider nicht mit Geld kaufen. Werte schafft sich eine Gesellschaft selber. Und wenn eine Gesellschaft mehr Wert auf neue Autos, als auf Kinder legt, dann hat sich diese Gesellschaft vielleicht schon selbst überlebt.

Ach Scheiß drauf! Macht einfach mehr Kinder!

Nov 23

Deutschland deine Kanzler.

Konrad Adenauer (1949–1963)
Ludwig Erhard (1963–1966)
Kurt Georg Kiesinger (1966–1969)
Willy Brandt (1969–1974)
Helmut Schmidt (1974–1982)
Helmut Kohl (1982–1998)
Gerhard Schröder (1998–2005)
Angela Merkel (seit 2005)

Das sind natürlich nicht alle Kanzler, die es in Deutschland mal gab. Allein in der Weimarer Republik (1919-1939) gab es 13 Kanzler.

Sep 23

gerade habe ich die CSU-Landesleitung abblitzen lassen weil ich mit anderen telefoniere. Es bleibt spannend.

Nachtrag zur CSU:
Ich hab jetzt zurück gerufen. Leider gibt es für mich keine Möglichkeit auf Landesebene zu arbeiten. Und wenn, dann schon gleich gar nicht auf Stundensatz-Basis. Überhaupt scheint eine von mir angestrebte Mitarbeit in dieser Richtung nur über ein Parteibuch möglich zu sein….dann wäre das mit der Bezahlung auch einfacher.
Angebot der CSU – Teilnahme an einer offenen Diskussionsrunde. So könnte ich zumindest meine Ideen einbringen.
Ich bleibe dran.

Sep 23

So meine Lieben. Ich habe ja meinem Ärger heute schon Luft gemacht.

Ich habe das Jammern satt. Gerade habe ich eine Email an einige Parteien und Volksvertreter auf den Weg gebracht.
(im Detail info@csu-bayern.de; support@csu-bayern.de; augsburg@csu-bayern.de; helmut@jung-mit-uns.de; ludwig.stiegler@wk.bundestag.de; Peter.Jasperse@spd.de; buero.roth@gruene.de; info@gruene.de; InternetPost@bundesregierung.de; poststelle@bpra.bund.de; redaktion@stoiber.de)

Mal sehen was passiert.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Marcus Schneider, ich bin 29 Jahre alt, verheiratet und Vater eines Sohnes. Ich arbeite freiberuflich in der Medienwelt, bin aber trotzdem eher pragmatisch veranlagt.

Ich bin ein Mensch der Tat und packe meine Probleme gerne an. Dazu verfüge ich über die Fähigkeit meine Begeisterung für meine Arbeit (und für meine eigene Person) anderen Menschen zu vermitteln und sie mitzureißen. Ich denke das könnte nützlich sein.

In Deutschland gibt es auf vielen Ebenen und in vielen Bereichen einige Probleme. Weder kenne ich alle Probleme, noch habe ich auch nur für eines eine Patentlösung parat. Im Gegensatz zu den anderen Nölern ist für mich jetzt allerdings der Moment gekommen, selbst mit anzupacken.

Da ich derzeit freiberuflich arbeite, wäre eine Zusammenarbeit auf Stundensatzbasis (über die Höhe werden wir uns sicherlich einig) für mich kein Problem. Mir persönlich ist es ganz egal auf welcher Ebene und auf welches Problem sie mich ansetzen. Ich möchte einfach dabei helfen dieses Land wieder auf Vordermann zu bringen.

Gerne bin ich zu einem persönlichen Gespräch mit ihren Lokalen-/Landes-/Bundesvertretern bereit. Überzeugen sie sich selbst von der Ernsthaftigkeit meines Anliegens und machen sie sich ein Bild meiner Fähigkeiten. Ich denke ich kann helfen.

Mit den besten Grüßen

Marcus Schneider

Sep 23

bedauert jetzt seinen TV-Auftritt. Soso. Dafür lässt er jetzt andere behaupten, die SPD sei die stärkste Fraktion. Und zur Not würde man eben mal kurz die Geschäftsordnung oder, wenn es sein muss, auch das Grundgesetz oder sonst was ändern, um an der Macht zu bleiben.

Streng demokratisch ist dieses Verhalten nicht unbedingt. Dass er direkt nach der Wahl etwas aufgeputscht war, ist in Ordnung. Aber jetzt sollte er zur Vernunft kommen und auch seine Parteigenossen wieder zur Vernunft bringen. Die SPD hat die Wahl verloren und die Christ-Demokraten haben sie nicht gewonnen. Patt nennt man das. Rauft euch zusammen. Es ist Zeit.

Denn, was mir wirklich Angst macht, ist nicht der Putschist Schröder, sondern die Jungs, die in der sächsischen Schweiz die rechten Bastarde gewählt haben. Gestern hatten einige Spitzenkandidaten die Gelegenheit sich im TV lächerlich zu machen.

Aber was bringt das. Dürften nur unter 18-jährigen wählen, wäre die NPD dort die stärkste Partei geworden. Das macht mir Angst. Und in dieser Zeit stellt sich ein Kanzler hin und demontiert, zumindest in meinen Augen, die Demokratie.

Doris, bitte verpass Deinem Gerhard mal eine ordentliche Maulschelle. Es wird Zeit das wir eine ordentliche Regierung bekommen. Es wird Zeit, dass wir die Probleme anpacken.

…Fortsetzung folgt.

Sep 19

Wahlergebnis 2005

So meine lieben, nur damit ihr Euch hier jetzt nicht verarschen lassen müsst. Egal was ein Herr Schröder oder eine Frau Merkel auch sagen. Der Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin wird noch immer gewählt. Das geht wie folgt.

Erste Wahlphase:
Der Bundespräsident schlägt dem Bundestag einen Kandidaten für das Amt des Bundeskanzlers vor. Theoretisch ist der Bundespräsident bei dieser Frage rechtlich frei und könnte irgendwen vorschlagen. Politisch ist jedoch schon lange vor dem Vorschlag des Bundespräsidenten klar, über wen der Bundestag abstimmen wird.
Der Kandidat benötigt zu seiner Wahl die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages, also die absolute Mehrheit. Wählt der Bundestag den vom Bundespräsidenten vorgeschlagenen Kandidaten nicht, so beginnt eine zweite Wahlphase.

Zweite Wahlphase:
Nach der Ablehnung des Vorschlags des Bundespräsidenten tritt eine zweiwöchige Wahlphase ein, in der aus dem Bundestag heraus (nach dessen Geschäftsordnung von mindestens einem Viertel der Abgeordneten) Kandidaten vorgeschlagen werden können. Über die vorgeschlagenen Kandidaten wird dann abgestimmt. Dabei ist sowohl eine Einzelwahl (nur ein Kandidat) als auch eine Mehrpersonenwahl denkbar. In jedem Fall benötigt ein Kandidat zur Wahl wiederum die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages. Die Anzahl der Wahlgänge ist unbegrenzt.

Dritte Wahlphase:
Wird auch während der zweiten Wahlphase kein Kandidat mit absoluter Mehrheit gewählt, so muss der Bundestag nach Ablauf der zwei Wochen unverzüglich erneut zusammentreten und einen weiteren Wahlgang durchführen. Dabei gilt zunächst als gewählt, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Erhält der Gewählte die absolute Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Bundestages, so muss der Bundespräsident ihn binnen sieben Tagen ernennen. Erhält der Gewählte nur die relative Mehrheit der Stimmen, entscheidet der Bundespräsident nach pflichtgemäßem Ermessen, ob er den Gewählten ernennt und damit möglicherweise einer Minderheitsregierung den Weg ebnet oder aber, ob er den Bundestag auflöst.

Soweit zu den Tatsachen. Weiter mit Politkino….

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